Einbaumöbel - Referenzen

Raumkonzept Ulrich Scheibe aus Radebeul bei Dresden

Kleiderschrank

Aufgabe war, in einen Raum im Dachgeschoß mit zwei Schrägen einen möglichst vielseitigen Kleiderschrank unterzubringen. Gestalterisch sollte er sich harmonisch einfügen, nicht dominant wirken, zum Raum passen. Deshalb finden sich die Rahmen der Zimmertüren mit Maßen und Profilen in den Fronten wieder. Wer schon mal ausgemessen hat, dem ist bewusst, dass kein Dachstuhl haargenau gesetzt ist. Konkret heißt das in diesem Fall, dass die Schrägen und Kniestockhöhen unterschiedlich sind.

Versteckte Schwierigkeiten bietet der unter Last nachgebende Dielenfußboden. Im Ergebnis steht der Schrank in Waage auf einem verstellbaren Sockel, die dominanten Fronten haben die gleiche Breite, die umlaufenden Passleisten haben ebenfalls eine gleichmäßige Breite und die Bauwerksabweichungen werden mittels der offenen Dreieckfächer gekonnt kaschiert. Praktisch ist die Variabilität, denn die Kleiderstangen sowie Einlegeböden passen in allen vier großen Schrankteilen gleichermaßen. Somit kann ganz nach Belieben die Wäsche eingeräumt werden.
Dafür haben die Außentüren 160° umschlagende Scharniere, damit die Dachschrägen nicht stören.

Garderobenschrank

Dachschrägen haben etwas magisches, zumindest für den Einrichtungsexperten. Denn hinter den normalen Möbeln entstehen Nischen, die es zu nutzen gilt.

In diesem Falle verstecken sich hinter der entnehmbaren Rückwand die Adventsdekorationen und ähnliches. Die klappbare Kleiderstange ist für feuchte Kleidung oder bei viel Besuch äußerst praktisch.

Schlafzimmer

Aufgabe war, in einen Dachausbau ein Schlafzimmer zu installieren. Die Vorliebe des Ehepaares war das natürliche Flair von echtem Holz. Und Raumausnutzung ist ein Hauptaugenmerk bei der Gestaltung unter schrägen Wänden. Im Ergebnis steht ein Ehebett mit geschwungenem Kopf- und Fußteil im Zimmer, jeweils Nachtschränkchen links und rechts. Man beachte die Maßhaltigkeit und den angepaßten Sockelverlauf für gute Reinigung.

Gegenüber die Schrankfront, welche zur Auflockerung die Schweifung des Betthauptes wiederholt.Hinter den Fronten beginnt die umgesetzte Kreativität guter Einrichter beispielhaft zu wirken:Links außen ein offenes Teil für Garderobe zum Auslüften, deshalb in Fensternähe. Danach zwei Schrankteile, worin Kleiderstangen und Fachböden sich ergänzen. An den Innenseiten der Türen Spiegel, damit sich die Dame des Hauses von vorn sowie hinten ansehen kann. Zum Wechseln der Saisonwäsche werden dann die hinter den Kleiderbügeln wartenden Innenschränkchen vorgerollt, so daß die Wechselwäsche in einer zweiten Tiefe im Schrank quasi zwischengeparkt wird.

Mittig sind Böden favorisiert worden. Getreu dem Motto sinnvolle Raumausnutzung werden die unteren übertiefen Böden nach vorn gezogen, damit auch die hinten liegenden Kleidungsstücke erreichbar sind.Die zwei rechten Schranktüren gehören dem Herrn des Hauses, welcher außer dem rollbaren Innenschränkchen Schubkästen wünschte. Der fachkundige Betrachter sieht auch ohne Hinweis den passgenauen Maserungsverlauf.

Nach Montage des Schlafraummöbels folgte die Komplettierung mit Gardinenkoffer und Beimöbeln im Aufgangsbereich, zum Beispiel das Schränkchen mit Schiebetüren.

Neben solchen Elementen wie der Paßgenauigkeit und Harmonie der Frontelemente und Furnierbilder beeindruckten die Auftraggeber zum einen, daß trotz Treppenaufgang solche tiefen Schränke möglich waren und zum anderen das Material Holz ständig lebt. Beispiel dafür ist das sogenannte Nachdunkeln von hier verwendetem Kiefernholz bzw. -furnier.

Aktenschrank

Dachschrägen haben ihren eigenen Reiz, auch für die Einrichtungsexperten.Hier sehen wir einen doppelt tiefen Aktenschrank mit Tablarauszug zur Akteneinsicht bei geöffneter Tür sowie dem Hobby des Auftraggebers entsprechend einen ausziehbaren Angelhalter.

Bei geschlossener Front passen sich die Möbeltüren der Zimmertür mit den entsprechenden Profilleisten an. Die einstmalige Nische ist nun eine ruhig wirkende Stirnseite mit versteckter Funktion.